Käsekuchen vorher/nachher: Meine 5 Tipps für bessere Food Fotos

Bevor ich meinen Blog in's Leben gerufen habe, hatte ich mir über "Food Photography" nicht viele Gedanken gemacht. Frei nach dem Motto: "Das klappt schon irgendwie" habe ich mit dem Fotografieren begonnen; im Hinterkopf immer die tollen Bilder, die ich bereits auf anderen Blogs oder Rezeptportalen gesehen hatte. Dass es doch einiges zu beachten gibt, habe ich schnell festgestellt - und immer noch lerne ich bei jedem Bild dazu - und das macht richtig Spaß, auch wenn nicht immer alles so klappt, wie man es sich vorher ausdenkt...
Auch wenn es das PERFEKTE Bild vielleicht nicht gibt und nicht jeder, der einen Food Blog hat, gleich ein Food Stylist/in oder Profi Fotograf/in sein muss - und das ist auch gut so! - finde ich Bilder sehr wichtig, um zu entscheiden, ob ein Rezept mir zusagt oder nicht. Nicht ohne Grund heißt es ja auch: Das Auge isst mit! Deshalb versuche ich auch meine Food Bilder so zu gestalten, dass sie die Begeisterung für ein bestimmtes Rezept zu euch transportieren können. Was ich bisher dabei gelernt habe, fasse ich heute in 5 einfachen Tipps zum Thema Food Photography für euch zusammen.
Wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt: Seit den Anfängen von Spoon and Key hat sich schon einiges getan! Diesen Käsekuchen mit karamelisierten Nüssen habe ich kürzlich wieder gebacken und auch neu in Szene gesetzt. Das Ergebnis zeigt: Wenn man ein paar Tipps beim Fotografieren beachtet, entsteht ein völlig anderes Bild.


Mein 1. Tipp ist einfach umzusetzen und erleichtert das Fotografieren ungemein: Fertige dir einen oder mehrere Fotohintergünde - zum Beispiel aus Holz - an, und gestalte sie mit Farbe. Ich habe mir nach und nach ein paar einfache Bretter aus dem Baumarkt besorgt und diese von jeder Seite anders gestaltet. Bei der Möhren-Ingwer Kokos Suppe sorgt der blaue Hintergrund für einen schönen Kontrast. So kommt Abwechslung in die Bilder und man hat genug Platz, um Suppe und Co auf dem Brett zu positionieren.

Auch der nächste Tipp ist kein Hexenwerk - dafür aber wirklich wichtig für schöne Bilder. Tipp 2: Das Licht muss stimmen. Am besten ist eindeutig Tageslicht, da hier die Farben auch ohne langes Nachbearbeiten der Bilder natürlich erscheinen. Auf dem Bild mit der Gemüsesuppe seht ihr, wie ich das Fotoset meistens aufbaue: Direkt vor dem Fenster, durch welches das Sonnenlicht für Helligkeit sorgt aber gleichzeitig nicht blendet. Wer bei direkter Sonneneinstrahlung fotografiert, sollte vielleicht noch eine durchlässige weiße Gardine anbringen, die das Licht etwas streut. Als Reflektor nutze ich links eine einfache große weiße Leinwand. Diese wirft das Licht zurück und sorgt damit zusätzlich für Helligkeit. Im Hintergrund steht ein weiteres weißes Brett, welches ebenfalls für zusätzliche Helligkeit sorgt und alle Alltagsgegenstände verdeckt, die nicht mit auf's Bild sollen.

Tipp 3: Der richtige Bildaufbau. Die Zahl 3 erweist sich hier als äußerst hilfreich: Mit einfachen Mitteln kann man den Blick auf das Bild gezielt lenken und der Aufbau wirkt interessanter, als wenn das Spinat Pesto einfach in der Mitte steht. Wie die Markierungen im Bild zeigen, wird der Blick im Beispiel vom Löffel zum Pesto und weiter in den Hintergrund zu den Zitronen gelenkt. Der Hauptfokus ist immer noch auf dem Pesto, aber auch der Hintergrund wirkt lebendig.

Der 4. Tipp ist auch einfach umzusetzen und sorgt ebenfalls dafür, dass die Bilder interessanter sind: Auch bei Food Bildern ist Deko erlaubt! Das sollten Gegenstände sein, die mit dem Rezept in direkter oder indirekter Verbindung stehen; so habe ich im Beispiel etwas weihnachtliche Stimmung durch Weihnachtsdeko in's Bild gebracht, die gut zu dem Rezept für gebrannte Mandeln passt. Auch wenn man einzelne Rezeptzutaten wie Tomaten, Knoblauch, Limmetten, Zwiebeln auf Lager hat, kann man diese gut im Bild platzieren.

Der letzte Tipp, der aber umso wichtiger ist: Frische Kräuter machen den Unterschied! Manche Gerichte - so wie diese Süßkartoffel-Suppe mit Limettensaft - sehen nicht sonderlich spektakulär aus, das lässt sich jedoch mit ein paar Handgriffen ändern! Frische Kräuter sehen nicht nur beim Anrichten für Gäste gut aus, sondern sind auch auf Bildern ein extra Hingucker. Bei vielen Gerichten lohnt es sich, ein paar Zutaten wie Paprika oder Frühlingszwiebeln beim Kochen zur Seite zu legen. Beim Fotografieren kann man sie dann frisch verwenden, um zusätzliche Farbe in's Bild zu bringen.

Worauf achtet ihr beim Fotografieren oder wenn ihr nach einem Rezept sucht? Falls ihr noch hilfreiche Tipps und Tricks habt - immer her damit!
Habt einen tollen Sonntag!!
Franzi

Kommentare:

  1. Oh ja diese Tipps sind wirklich super hilfreich!! Danke dafür ♥
    Liebste Grüße
    Lea

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  2. Liebe Franzi,
    die Tipps sind klasse! Vielen herzlichen Dank dafür. An der Foodfotografie habe ich mir auch schon die Zähne ausgebissen. Was so kleine Details doch für einen Riesenunterschied machen.
    herzliche Grüße Patricia

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  3. Tolle Tipps, vielen Dank dafür! Ich tu mich beim Fotografieren teilweise noch sehr schwer, finde aber auch, dass ein leckeres Gericht durch Fotos besonders ansprechend wird.

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  4. Hallo Franzi,

    das ist ein toller Beitrag! Die Tipps sind klasse! Vor allem der Tipp zum Bildaufbau hat mir weitergeholfen. Da tu ich mir nämlich oft noch etwas schwer. Weil ich gerne meine Foodfotografiekünste verbessern möchte, habe ich mich jetzt bei einem Workshop ("yummyKlick") angemeldet. Bin schon sehr gespannt, was ich da alles lernen werde. Bis dahin werde ich mir deine Tipps zu herzen nehmen und schon etwas üben.

    Viele liebe Grüße,
    Miri

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  5. Super! Danke für die Tipps.
    Sie sind für mich als Neuling im Bloggen mehr als hilfreich!
    Lieben Gruß

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  6. Danke für die tollen Tipps! Obwohl ich keine Lebensmittel fotografiere, kann ich deine Hinweise gut verwenden. Zuerst werde ich mir einen Fotounter-/hintergrund basteln.
    Liebe Grüße, Sandra

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  7. tolle tipps und schöne beispiele!
    herzlichste grüße & wünsche an dich ;-)
    amy

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  8. Danke für die tollen Tipps!
    Verschiedene Hintergründe hab ich mir auch schon zugelegt und verwende sie sehr gerne.
    Liebe Grüße
    Anette

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  9. Danke für deinen lieben Kommentar, ich finde, man merkt total, dass du dich immer mehr verbesserst, gerade in dem Post sieht man gleich, wieviel Mühe darin steckt :-)
    Lg Ronja

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  10. Ein sehr sehr hilfreicher Beitrag! Ich baue meinen Blog gerade erst auf und dementsprechend habe ich noch gar keine Erfahrung in Sachen Food-fotografie. Dankeschön für die tollen Tipps in deinem Beitrag! Ich werd auf jeden Fall probieren sie beim nächsten "fotoshooting" umzusetzen.

    Liebste Grüße,
    Theresa

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  11. Liebe Franzi,
    es ist schön zu sehen, wie sich dein Blog entwickelt hat!
    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch ich bin stetig dabei zu lernen und mich zu verbessern.
    Deine Tipps werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen! :-)
    Viele herzliche Grüß
    Mia von Kleiner Freitag

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  12. Deine Tipps kann ich alle nur bestätigen :) Bei mir waren die allerersten Food-Fotos auch nicht so wirklich toll. Für einige habe ich mich später so geschämt, dass ich die Posts sogar gelöscht habe. Aber ich glaube das gehört dazu, jeder fängt mal klein an :D
    Liebe Grüße,
    Julia
    Dandelion

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  13. Ohh, ich mag solche Tipps unglaublich gerne! :)
    Kann dir bei allen Punkten auch nur zustimmen - vor allem Licht ist einfach das A und O!

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  14. Das ist ein total genialer Post, danke dafür! :))

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  15. sehr schöne bilder :-)
    LG von Frau P

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  16. Wow du machst wirklich unglaublich schöne Bilder, muss mich gleich mal weiter umsehen :) Lieben Gruß, Isabelle

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